Businessplan – Was bringt er mir wirklich

Businessplan – Was bringt er mir wirklich - Wenn man mal die fünf offiziellen Gründe aus dem Abschnitt davor weg lässt und die Praxis betrachtet, dann erfüllt ein Businessplan vor allem folgende Funktionen.

  • Rechnet sich meine Geschäftsidee oder Investitionsvorhaben (Plausibilitätstest)
  • Notwendiges Übel für den Zugang zu Fördermitteln, Banken, Crowd Funding, etc.
  • Grundlage für Businessplan-Wettbewerbe
  • Texte für Produktunterlagen, Webauftritt und Presse

Viele Existenzgründer stellen sich die Frage, ob sie wirklich einen Businessplans benötigen. Was bringt ein Businessplan? Ist es nicht möglich, sich einfach ohne Businessplan selbständig zu machen? Immer wieder bekommen Unternehmensberater solche Fragen gestellt. Die kurze Antwort: Jeder, der sich selbstständig machen möchte, braucht einen Businessplan. Sich mit einem Businessplan auseinander zu setzen ist für die meisten sicher kein Spaß, allerdings ist es notwendig. Es spricht dennoch einiges dafür, dass ein Businessplan im Grunde nichts anderes als Stück Papier ist. Andererseits spricht auch vieles dafür, dass eben dieses Stück Papier Türen öffnet.

Ist der Businessplan real und ein zuverlässiges Entscheidungsinstrument? Nein, ich habe tausende von Businessplänen gesehen, Finanzierungen begleitet und glauben Sie mir: “Der Businessplan ist immer nur eine Momentaufnahme, schaut toll aus, aber stellt niemals die Realität in der Zukunft dar“. 90% der Unternehmen schaffen es im Anschluss nicht annähernd die Zahlen aus dem Businessplan einzuhalten. Oft liegt es daran, dass der Umsatz einfach nicht wie geplant kommt, die Forschung teurer wird oder das Marketing doch mehr Geld braucht. Das was im Businessplan leider immer stimmt, sind die Kosten. Aber dennoch senkt ein Businessplan die Risiken einer Existenzgründung oder eines Projekts signifikant.

Businessplan – Was bringt er mir wirklich - Nur ein Stück Papier

Am Ende der harten und langen Arbeit umfasst der Businessplan etwa 10-50 Seiten Papier. Letztendlich kommt es auf der Inhalt an: Um die eigenen Ziele und Träume zu erreichen, muss man hart arbeiten und sich intensiv mit dem eigenen Unternehmen und dem Vorhaben auseinandersetzen. Nur das sorgt dafür, dass das Unternehmen in positive Bahnen gelenkt wird, insofern die Rahmenbedingungen dafür günstig sind. Als Gründer ist es wichtig, Ergebnisse zu präsentieren. Der Businessplan ist nur die theoretische Abbildung davon. Ein weiterer Punkt, der eher gegen einen Businessplans spricht ist der, dass sich die Bedingungen ständig ändern. Wenn Dienstleistungen und Produkte oder Marketingstrategien im Businessplan vermerkt werden, merken Gründer oft, dass die Realität nach zehn Wochen ganz anders aussieht. Wieder muss der Businessplan in diesem Teil und allen davon abhängigen Teilen angepasst werden. Gegen einen Businessplan spricht außerdem, dass dort viele Dinge nicht enthalten sind, die zur Führung eines Unternehmens aber benötigt werden: Beispielsweise Fragen zur der Arbeitseffektivität des Gründers selbst.

Businessplan – Was bringt er mir wirklich - Die Wichtigkeit des Businessplans

Man kann es in etwa mit einem Schul- oder Studienabschluss vergleichen: Am Ende der harten Arbeit steht hier auch nur ein Stück Papier, das jedoch den Erfolg im weiteren Leben bestimmt und wortwörtlich Türen öffnen kann - Türen zum Erfolg. Die harte Arbeit davor ist also notwendig: Sie zwingt den Gründer, sich mit dem Thema auseinandersetzen und das Unternehmen bis ins kleinste Detail zu verstehen. Außerdem entwickelt sich der Plan ständig weiter. Das wichtigste: Ohne Businessplan kein Kredit.

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