Gewinnplanung

Am Ende eines jeden Geschäftsjahres errechnet sich der Gewinn eines Unternehmens als Differenz zwischen Aufwand und Ertrag. Diese Differenz stellt bei Personengesellschaften und Einzelunternehmen die Verzinsung des Eigenkapitals sowie die Vergütung für alle geleisteten Arbeitseinsätze im Unternehmen, also den Unternehmerlohn, dar. Selbstverständlich kann die Differenz auch negativ sein, in diesem Falle hat das Unternehmen einen Verlust gemacht.

Alleine Unternehmerlohn und die Verzinsung reichen jedoch nicht aus, insbesondere auf Dauer. So kann ein Unternehmen nur dann langfristig existieren, wenn der Gewinn, der durch das Unternehmen erwirtschaftet wird, nicht nur den Lebensunterhalt deckt und die Eigenkapitalverzinsung angemessen sicherstellt, sondern auch substanzerhaltend auf den Betrieb wirkt. Das Wachstum des Unternehmens muss gesichert und angemessen finanziert werden. In diesem Sinne müssen auch Rücklagen gebildet werden, um unvorhersehbaren Risiken, denen das Unternehmen ausgesetzt ist, spontan und schnell begegnen zu können.

Zusammenhang Erfolgsplanung und Gewinnplanung

Die Gewinnplanung ist zusammen mit der Erfolgsplanung ein Teilbereich der Gesamtplanung eines Betriebes. Dieser Teil ist eng mit der Erlös- und Kostenplanung bzw. dem Erlösplan verbunden. Die Aufgaben einer Gewinnplanung bzw. einer Erfolgsplanung sind offensichtlich: Kurz-, mittel- oder langfristig muss dafür gesorgt werden, dass der Erfolg im Unternehmen bzw. in der Unternehmung besteht. Da Erfolg nun einmal am Gewinn gemessen werden kann, geht der Begriff der Gewinnplanung oft mit dem der Erfolgsplanung einher.

Gewinnplanung - Plandaten sind der Schlüssel

Sinnvollerweise wird die Erfolgsplanung bereits vor Beginn der Leistungserstellung für den Betrieb durchgeführt. Die Planung des Gewinns arbeitet auf Basis von Plangrößen, beispielsweise von geplanten Marktpreisen, geplanten Deckungsbeiträgen oder geplanten Herstellkosten. Die am Ende der Erfolgsplanung aufgestellten Plandaten müssen analysiert und gedeutet werden. Zusammen mit den am Ende des zeitlichen Rahmens vorhandenen Istwerten kann eine Abweichungsanalyse bzw. eine Erfolgsabweichung ermittelt werden. Wenn die Differenz zu groß ist, wird eine Erfolgskontrolle nachgeschaltet. Die Gewinnplanung ist für das Unternehmen bzw. dessen Überleben essenziell - schließlich werden auf Basis dieser Planung strategische Entscheidungen gefällt.

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