Kleingründung – ohne Risiko starten

Kleingründung - ohne Risiko starten. Es gibt viele potentielle Existenzgründer, die aus Angst zögern, weil sie nicht wissen, ob ihre Karriere als Unternehmer erfolgreich verlaufen wird. Wieder andere möchten ihren guten und sicheren Job nicht aufgeben – und dann wären da noch die Frauen und Männer, die Kinder und Haushalt versorgen müssen und demnach kein Unternehmen gründen können, welches zu viel Zeit in Anspruch nimmt. Für all jene bedeutet das erstmal: Klein anfangen.

Selbst ein weit entferntes Ziel lässt sich mit kleineren Schritten erreichen – und wer weiß, vielleicht fällt einem dabei die eine oder andere Abkürzung auf, die man bei hoher Geschwindigkeit hätte übersehen. Die meisten Unternehmer und Unternehmerinnen aber landen nicht gleich am Anfang einen großen Coup oder haben großartige Geschäftsideen. Außerdem sind da noch die riesigen Märkte und eventuelle Mitstreiter. Eine Sicherheit bieten Kleingründungen: Dieser Artikel soll in diesem Zuge über Kleingründungen aufklären.

Kleingründung - Was sind Kleingründungen eigentlich?

In der Europäischen Union wird eine Existenzgründung, deren Finanzierungsbedarf kleiner als 25.000 Euro ist, als Kleingründung bezeichnet. Erfahrungsgemäß bietet sie sowohl zu Beginn als auch dauerhaft mindestens einen sicheren Arbeitsplatz: Den für den Gründer.

Kleingründung  - Besondere Form der Kleingründung

Vorhin wurde erwähnt, dass es Menschen gibt, die auf Grund ihres bestehenden und sicheren Jobs eine Gründung ablehnen. Für diese sei hier nun gesagt, dass es eine besondere Form der Kleingründung gibt: Die Nebenerwerbsgründung. Unter dieser versteht man ein Unternehmen, welches von einem Gründer oder einer Gründerin gegründet wird, der/die eigentlich hauptberuflich tätig ist. Das kann entweder ein Arbeitsplatz in einem Unternehmen oder auch der Posten als Hausfrau sein. Von dieser Gründungsform spricht man oft auch dann, wenn die aus dem gegründeten Unternehmen entsprungenen Einnahmen nicht für den Lebensunterhalt ausreichen. Dass die für Kleingründungen spezifischen Vorteile gerade für eine nebenberufliche Gründung zutreffen, lässt sich statistisch beweisen: Mehr als die Hälfte aller Gründungen in den vergangenen Jahren sind Nebenerwerbsgründungen (bezogen auf den KfW-Gründungsmonitor).

Kleingründung  - Risiko minimieren

Das Risiko einer Gründung lässt sich insbesondere bei einer Kleingründung sehr schnell minimieren, weil ein auf diese Weise gegründetes Unternehmen oft alleine gemanagt werden kann. Das heißt, dass der Gründer zu Beginn erst einmal alleine schauen kann, ob die Idee Früchte trägt oder nicht – ohne bereits andere Verbindlichkeiten und Verantwortungen wie Mitarbeiter eingehen zu müssen.

Kleingründung  - Geringer Bedarf an Finanzleistungen und an Zeit

Ein kleiner Anfang Schritt für Schritt hat seinen Vorteil auch im niedrigeren Finanzierungsbedarf. Nicht selten lassen sich derartige Gründungen aus dem eigenen Gelbeutel heraus finanzieren – unabhängig von Banken und deren Krediten.

Die Zeit ist ein meist viel zu minder betrachteter Faktor: Oftmals hat nicht jeder Unternehmer die Zeit, ein Full-Time-Management darzustellen und entscheidet sich deshalb für eine Kleingründung – der Fehler vieler ist an dieser Stelle, dennoch viel zu wenig Zeit einzuplanen. Bestenfalls tastet man sich an den Arbeitsaufwand ebenfalls schrittweise heran. Mehr Zeit bleibt übrigens auch dann, wenn das Unternehmen beispielsweise zu zweit geführt wird.

Kleingründung  - Testphase

Jede Gründung beginnt sodann mit einer Textphase. Die Kleingründung hat hier ganz besondere Vorteile: Mit ihr kann ein Gründer testen, ob die Unternehmertätigkeit ausreichend ist, eine Familie zu ernähren oder den täglichen Lebensunterhalt zu bestreiten und ob danach noch etwas übrig bleibt – ohne seinen bestehenden Arbeitsplatz zu gefährden. Als Gründer merkt man, wenn im Geschäft noch „mehr drin ist“ und ob sich der Umstieg auf den Job als „Full-Time-Unternehmer“ lohnt. Insbesondere für die Anlaufphase eines Unternehmens ist eine Kleingründung demnach hilfreich. In vielen Branchen ist das auch problemlos möglich (Online-Business, …) – in anderen wiederum oft nicht (Produzierende Industrie, …). Das hängt wie bereits beschrieben von den Investitionskosten ab.

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