Unternehmensübernahme

Unternehmensübernahme - Dieser Begriff kann extrem vielfältig ausgelegt werden: So finden sich etwa 40 verschiedene Zusammenhänge, darunter beispielsweise der Unternehmenskauf, der Aktienkauf, die Post Merger Integration, die Unternehmenspacht, die Unternehmensnachfolg, die Heuschreckendebatte, das Verkäuferdarlehen und viele mehr. Dieser Text widmet sich der Unternehmensübernahme im eigentlichen Sinne und zeigt, welches Regelwerk dabei in Kraft gesetzt werden muss und welche Bedingungen erfüllt sein müssen.

Unternehmensübernahme  - Die Entscheidung und das richtige Unternehmen

Die Übernahme eines Unternehmens beginnt mit der Entscheidung dafür. So kann eine Unternehmensübernahme beispielsweise ein aussichtsreicher Einstieg in die Selbstständigkeit sein. Derjenige, der ein Unternehmen übernimmt, kann dann bereits auf ein mehr oder weniger ausgereiftes Konzept zurückgreifen. Meist hat es sich in der Praxis bewährt. Es darf darüber hinaus auf keinen Fall ausgelassen werden, dass ein laufender Betrieb stets Geld einnimmt. In der Regel ergeben sich daraus weit mehr Liquiditätsspielräume als wie wenn das Unternehmen erst zum Laufen gebracht werden muss. Etwas nachteilig ist aber auch die Festlegung des Unternehmers auf vorhandene Strukturen. Bei einer Neugründung hat der Unternehmer auch nicht gleich die volle Verantwortung für die Mitarbeiter – er muss meist nur für sich selbst sorgen.

Jeder, der ein Unternehmen gründen will, sollte wissen, welche Unternehmung zu ihm passt und welche nicht. Wie sieht das Wunschunternehmen aus? In welcher Branche liegt es? Wo liegt es? Passt der Unternehmer zum Unternehmen? Diese und viele weitere Fragen sollten beim Kauf eines Unternehmens berücksichtigt werden. Damit man eine feste Entscheidung darüber treffen kann, einen Betrieb zu kaufen oder nicht, sollten die Risiken und Potentiale der Unternehmung geprüft werden. In diesem Zuge ist eine Due Diligence sehr hilfreich: Hier erhält der Übernehmende Einsicht in alle relevanten Unternehmensdaten.

Unternehmensübernahme  - Businessplan und Finanzen

In der Regel gibt es ohne einen Businessplan keine Finanzierung – dies sollte jedem Existenzgründer klar sein. Potentielle Kreditgeber oder Eigenkapitalgeber müssen schließlich vom Geschäftsmodell überzeugt werden. Zudem muss ein Erfolg des Unternehmens zumindest auf dem Papier absehbar sein. Nur dann werden sich Dritte finanziell beteiligen. Der Übernehmende sollte dabei berücksichtigen, dass eine solche Entscheidung sehr viel Zeit benötigt: Mit dem Unternehmenskonzept sollte also früh genug begonnen werden. Nur so verzögert sich die Umsetzung des Vorhabens nicht durch fehlende Geldmittel.

Damit das Unternehmen reibungslos und gut funktionieren kann, sollte nicht vergessen werden, dass ein derartiges Objekt einen bestimmten Preis hat – und der ist meist um einiges höher als der Finanzbedarf einer Neugründung. Im Übernahmeprozess ist es deshalb sehr wichtig, das Unternehmen aus finanzieller Sicht zu bewerten. Das entscheidende Finanzierungsgespräch ist sehr wichtig: Die Bank wird einen sehr genauen Blick auf den „Neuen“ werfen und wird herausfinden, wie verlässlich und vorausschauen der Unternehmer ist – oder ob er es eben nicht ist. Der Businessplan bildet hierfür die Basis – er sollte deshalb professionell und fachkundig vom Unternehmer selbst erstellt worden sein. Nur mit diesem schlüssigen Unternehmenskonzept ist die Kapitalsammlung möglich.

Unternehmensübernahme - Übernahmestrategie

Wenn das Unternehmen übernommen ist, gilt es, nicht den Überblick zu verlieren. Angesichts der Tatsache, dass es sich um ein bereits bestehendes komplexes System aus Regeln und Prozessen handelt, welches der Unternehmer nicht selbst mit aufgebaut hat, ist das Potential, den Überblick zu verlieren, recht groß. Das Unternehmen sollte insbesondere in der ersten Phase ruhig und besonnen, wenn nötig fast träge gesteuert werden. Der Unternehmer muss das Regelwerk kennen lernen, er muss sehen, wie die „Zahnräder“ ineinander greifen und welche Abhängigkeiten sich daraus ergeben. Zukünftige Investitionen müssen richtig kalkuliert werden. Außerdem ist es wichtig, geplante Vorgänge stets zu kontrollieren – man weiß in dem neuen Unternehmen nie, ob und wie sie umgesetzt wurden. Das A und O einer erfolgreichen Führung ist aber, die neuen oder alten Strategien tatsächlich zu „leben“. Auf keinen Fall dürfen Entscheidungen unglaubwürdig oder zweifelhaft erscheinen.

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