Wer liest meinen Businessplan

Damit Sie sich nicht zu viel Arbeit machen, überlegen Sie zum Start, wem Sie Ihr Kunstwerk in die Hand drücken wollen. Man kann folgende Zielgruppen eines Businessplans grob unterscheiden.

  • Existenzgründung
  • Investoren, Business Angels, Venture Capital
  • Klassische Banken (Sparkasse & Co.)
  • Crowd Funding (Auxmoney, Seedmatch, SMAVA)
  • Businessplan für Förder- und Bürgschaftsbanken
  • Geschäftspartner (Lieferanten, Vermieter, Kunden)
  • Fördermittel
  • Arbeitsagentur (Gründungszuschuss, Einstiegsgeld)
  • Stadt, Land, Bund, Europa
  • Interne Zwecke
  • Businessplan Wettbewerbe

Ja, Sie sehen, dass es zahlreiche Stellen gibt, die von Ihnen einen Businessplan verlangen. So müssen Sie heute auch als etabliertes Unternehmen und als Existenzgründer sowieso bei Vermietern und Kunden einen Businessplan vorlegen. Beide Gruppen wollen damit einfach das Risiko des Ausfalls der Miete oder des Ausfalls eines Servicevertrags für ein Produkt von Ihnen einschätzen. Dass Sie einen Businessplan brauchen, um Fördermittel zu erhalten versteht sich von selber. Denn irgendwie muss ja die Bedürftigkeit oder Förderfähigkeit eingeschätzt werden.

Ein Businessplan ist ein Plan für ein Unternehmen, der etwa 10-50 Seiten umfasst. Der Umfang selbst ist abhängig von dem Unternehmen selbst - je größer dieses ist, desto größer ist auch der Businessplan. Im Businessplan selbst wird die Idee des Unternehmens sowie die Maßnahmen, die zur Umsetzung dieser Idee nötig sind, dargestellt. Die Informationen werden ansprechend aufbereitet und logisch miteinander verknüpft. Der Businessplan ist als Grundlage für das Unternehmens von besonderer Bedeutung, weil von ihm nicht nur abhängt, ob das Unternehmen Kredite gewährt bekommt, sondern auch, wie das Unternehmen nach außen hin wirkt und ob Kooperationen möglich sind. Businesspläne werden nämlich entgegen der allgemeinen Auffassung nicht nur noch bei der Beantragung eines Kredites benötigt, sondern auch dann, wenn beispielsweise längerfristige Geschäftsbeziehungen anstehen. Businesspläne gibt es auch für interne Zwecke: Operative und strategische Planungen können auf Basis von Businessplänen insbesondere in größeren Unternehmen getätigt werden. Die vielen verschiedenen Anwendungsbereiche des Businessplans machen es notwendig, den Businessplan dementsprechend anzupassen. Die Frage danach, wer den eigenen Businessplans liest, ist also durchaus berechtigt, weil davon die Machart des Businessplans selbst abhängt, woran wiederum die Chancen abhängen, die der Businessplans liefert.

Die Frage, wer den Businessplans liest, ist pauschal also nicht zu beantworten, sondern muss vom Unternehmer selbst beantwortet werden. Wenn der Businessplan dazu bestimmt ist, einen Kredit bewilligt zu bekommen, so wird ihn sehr wahrscheinlich ein Berater einer Bank lesen. Bestenfalls versetzt man sich als Autor eines Businessplans in eben die Person, die den Businessplans liest bzw. die Person, für die dieser bestimmt ist. Ein Bankangestellter liegt demnach besonders Wert auf den Finanz- und Marketingteil. Diese beiden Teile sind schließlich am schwierigsten zu schreiben und erfordern einen sehr hohen Rechercheaufwand. Wenn diese beiden Teile also erfolgreich und professionell abgehandelt wurden, so deutet dies auf einen willensstarken und konsequenten Unternehmer hin. Das allein ist natürlich nicht alles: Neugründungen sind für Banken generell riskant. Eine solche Gründung bzw. das damit zusammenhängende Risiko muss schlüssig durch gute Zahlen im Finanzteil rechtfertigt werden. Dementgegen legt ein Businessplan für interne Zwecke keinen Wert auf Details zur Unternehmerperson.

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